MARIENGRUND
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Gartentipps

Der Garten im September - die wichtigsten Arbeiten

Kürbisse sind ein sehr ergiebiges Gemüse
und sie sind quasi ein Abfallprodukt des Gartens: sie wachen auf dem Komposthaufen. Wer ein gutes Kürbissuppenrezept hat, der freut sich schon auf die Zeit im Herbst - es ist Halloween und Kürbissuppenzeit. Heute sind die meisten Speisekürbisse gleichzeitig wunderschöne Deko-Objekte. Im Freien, etwa auf dem Balkon, dürfen sie aber keinen Frost abbekommen. In der Wohnung können sie im kühlen Flur gut 2 Monate liegen. Im kühlen Keller halten sie sich bis Weihnachten und manche Sorten [Spaghettikürbis] mindestens bis Silvester.

Für den Kürbisanbau ist es jetzt natürlich zu spät, aber du kannst dir schon einen Plan für das kommende Jahr machen. Um das Kürbissuppen-Rezept zu testen, kannst du dir auch mal einen Suppenkürbis oder Hokkaidokürbis kaufen. In der Erntesaison werden Speisekürbisse recht preiswert angeboten.

 

 

Kürbissuppe, Zutaten für 4 bis 6 Personen:

  • 1 Hokkaido- Kürbis
  • 2 Zwiebeln
  • 100 g Katenschinken oder Speck (gewürfelt)
  • Gemüsebouillon
  • 1 Becher Sahne zum Kochen (ca. 200 g)
  • Pfeffer und Salz
  • Olivenöl zum Anbraten
  • Kübiskernöl zum Garnieren
  • Weißbrot oder Chiabatta als Beilage

Zubereitung:

Das Tolle an dieser Kürbissuppe ist, dass sie noch weniger Arbeit macht als andere Kürbiscremesuppen. Grund dafür ist der Hokkaido, der nicht geschält zu werden braucht. Apropos, der Hokkaido- Kürbis enthält mehr Karotin als Möhren und hat eine kräftige orange Farbe.

Den Hokaido vierteln und die Kerne herausschneiden. Dann in grobe Stücke schneiden. Anschließend in einem großen Topf mit etwas Olivenöl andünsten. Mit Pfeffer und Salz würzen. Wenn der Kürbis etwas Farbe angenommen hat, mit Gemüsebrühe ablöschen, so dass er leicht bedeckt ist. Alles für ca. 20-30 Minuten kochen lassen. Wenn der Kürbis weich ist, kann der Topf vom Herd genommen werden. Nun in einer Pfanne den Katenschinken mit den Zwiebeln (ebenfalls gewürfelt) anbraten, bis sich Röstaromen bilden.

Die Brühe mit den Kürbisstücken nun mit einem Pürierstab so lange pürieren, bis sie schön glatt ist. Anschließen einen kleinen Teil der Suppe in ein hohes Gefäß füllen und die angebratenen Zwiebeln und Katenschinken hineinfüllen und ebenfalls pürieren, bis es glatt ist. Den Inhalt wieder in die Suppe zurückgeben. Das Pürieren in einem extra Gefäß hat den Vorteil, dass auch alle kleinen Stücke von den Zwiebeln und dem Schinken nicht mehr zu spüren sind.

Zum Abschluss noch einen Becher Sahne zum Kochen in die Suppe geben. Zum Servieren ein paar Tropfen Kürbiskernöl auf die Suppe geben und mit leckerem Brot als Beilage anrichten.

Gemüsegarten:

Winterendivien und Chinakohl gut düngen und wässern. Winterendivien Ende September "bleichen". Es können immer noch Erdbeeren gepflanzt werden, wenn du getopfte Ware verwendest.

Kräutergarten:

Jetzt solltest du Petersilie, Schnittlauch und wenn's geht, auch den Rosmarin in Töpfe umpflanzen. Bis zur Frostperiode werden die Kräutertöpfe an halbschattiger Stelle im Garten eingeschlagen. Besonders die Petersilie darf aber nicht austrocknen. Im Winter stellst du die Töpchen ans Küchenfenster und hast so über den Winter immer frische Kräuter. Bohnenkraut und Liebstöckel ernten und trocken. Dill zur eigenen Samengewinnung stehen lassen. Der frische Dillsamen geht besser auf, als alter!

Ziergarten:

Wenn du Stiefmütterchen gesät hast, werden sie In den ersten Septembertagen ins Freiland gesetzt, dort bleiben sie bis zum Frühjahr, wo sie dann Ende März in die Blumenkästen umgepflanzt werden.

Mit Genehmigung von T. Jacob auszugsweise aus ich-tu-was.net


Tipps zum Thema "Naturnaher Garten"
NABU
Gartenatelier
Naturgarten e.V.

 Auszug :
"Nach dem Vorbild der Natur lassen sich Ausschnitte aus verschiedenen Lebensräumen (Hecke, Teich, Wiese) gezielt gestalten. Vor allem in kleineren Gärten kann es jedoch selbstverständlich nicht darum gehen, ein möglichst vollständiges Sortiment verschiedener Biotope zu "bauen". Aber schon allein die Anlage bzw. Duldung von Kleinstrukturen wie morsche Baumstubben, Stein- und Reisighaufen, ungemähte Randstreifen etc. kann erstaunlich viel bewirken. Sie sind Lebensraum und Unterschlupf für eine Vielzahl von Tieren, unter ihnen Rotkehlchen und Zaunkönig, Igel und Wiesel, Lurche und Eidechsen sowie eine Vielzahl von Insekten.

 Auch Laub sollte unter Gehölzen unbedingt liegen bleiben, schützt es doch den Boden vor Austrocknung, führt ihm Nährstoffe zu und beherbergt viele Kleintiere. Dazu ist es unumgänglich, sich von überzogenen Ordnungsvorstellungen, die im häuslichen Bereich angebracht sein mögen, zu lösen. Der Garten ist kein Wohnzimmer, das bis in den letzten Winkel kontrolliert und aufgeräumt sein muss. Die Natur hat ihre eigene Ordnung und diese zu durchschauen und zu respektieren, ist das eigentliche Geheimnis der naturnahen Gartengestaltung."

Gruss von Michaela Pietrzik

 
(C) KGA Mariengrund 2010